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Behandlungsmöglichkeiten

Tuberöse Sklerose behandeln

Medikamente oder Operation

Tuberöse Sklerose (TSC) kann noch nicht geheilt werden. Doch Operationen, Medikamente und andere medizinische und soziale Fördermaßnahmen tragen dazu bei, Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Darüber hinaus verstehen Mediziner immer besser, warum es zu den typischen Gewebswucherungen kommt. Dadurch können Medikamente entwickelt werden, die das Tumorwachstum gezielt hemmen.

Oberflächliche Wucherungen entfernen

Oberflächliche Hauttumoren können meist durch kleine Eingriffe ambulant entfernt werden. Neben dem chirurgischen Messer (Skalpell) kommen hier z. B. Laser zum Einsatz. Kleine, flächige Gewebswucherungen im Gesicht können abgeschliffen werden (Dermabrasion). Tumoren im Bereich der Nägel oder des Zahnfleischs werden ausgeschnitten.

Auch große Tumoren können dank neuer Methoden häufig narbenfrei entfernt werden. Welches Verfahren dabei im Einzelfall geeignet ist, hängt von der Lage und Beschaffenheit der jeweiligen Wucherungen ab.

Operationen bei Wucherungen an inneren Organen

Tumoren an inneren Organen wie dem Herz, Nieren oder dem Gehirn können durch einen operativen Eingriff entfernt werden. Je nach Größe, Anzahl und Lage der Wucherungen ist dies mit unterschiedlichen Risiken verbunden. Operationen können insbesondere unter folgenden Umständen in Erwägung gezogen werden:

  • Die Beschwerden werden durch Medikamente nur unzureichend gelindert.
  • Dauerhafte Schädigungen sind zu erwarten.
  • Ernsthafte Komplikationen drohen.

Ihr Arzt wird Sie darüber aufklären, ob und welche chirurgischen Möglichkeiten im Einzelfall in Frage kommen und mit welchen Risiken und Chancen sie einhergehen.

Medikamente lindern Beschwerden

Es gibt keine „Standardmedikamente“ für Tuberöse Sklerose. Die Wahl der Medikamente richtet sich vielmehr nach den jeweiligen Beschwerden:

  • Krampfanfälle (Epilepsie): „Anti-Epileptika“
    Bei Tuberöser Sklerose können Knötchen oder Tumoren im Gehirn Krampfanfälle auslösen. Durch Medikamente, sogenannte „Anti-Epileptika“, können diese Anfälle unterdrückt werden. Die unterschiedlichen Wirkstoffe werden dabei sowohl einzeln als auch in Kombinationen eingesetzt.
  • Medikamente für die Psyche
    Von leichter Hyperaktivität über heftige Wutausbrüche bis hin zu Depressionen oder Autismus – Tuberöse Sklerose kann sich auf viele Arten auf die Psyche auswirken. Medikamente können hier andere Fördermaßnahmen von der Krankengymnastik bis hin zur Verhaltenstherapie ergänzen oder Beschwerden lindern.

Zielgerichtete Medikamente?

Da Ärzte immer besser verstehen, wie die Wucherungen bei Tuberöser Sklerose entstehen, können Medikamente entwickelt werden, die gezielt eingreifen. Zu diesen gehören die sogenannten mTOR-Hemmer. Diese verringern die Größe von bestimmten Nierentumoren, sogenannten renalen Angiomyolipomen (AML), und Hirntumoren, sogenannten subependymalen Riesenzellastrozyto-men (SEGA). Bei welchen weiteren TSC-bedingten Wucherungen sie wirken, wird derzeit in klinischen Studien überprüft.

 

Unser Rat: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

 

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Medikamenten, die Beschwerden bei Tuberöser Sklerose lindern können. Suchen Sie deshalb das Gespräch mit Ihrem Arzt und versuchen Sie, gemeinsam eine gute Lösung zu finden.

 

Quellen:

Rott, HD: Tuberöse Sklerose, Eine Krankheit, die (auch) unter die Haut geht. Tuberöse Sklerose Deutschland e. V.. ISBN: 978-3-00-019979-0.
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ): Leitlinien Kinder- und Jugendmedizin – A 22 Tuberöse Hirnsklerose. Elsevier GmbH – München, 06/2007. ISBN: 978-3-437-22061-6.
http://www.tsdev.org/deutsch/91/91/92001/5b44fe0cddb4f52de573dc02f6485af0/download.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)

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