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EEG

EEG: Bei Tuberöser Sklerose Hirnfunktionen untersuchen

Dem Gehirn bei der Arbeit zusehen

Abb.1: EEG-Untersuchung eines Betroffenen

Bei Tuberöser Sklerose (TSC) können gutartige Tumoren (Harmatome) an verschiedenen Organen auftreten. Wenn die Hirnrinde betroffen ist, können sie epileptische Anfälle verursachen. Doch eine spezielle Untersuchungsmethode, Elektroenzephalographie (EEG), kann dabei helfen, krankhafte Veränderungen zu lokalisieren, den Ablauf der Anfälle zu verstehen und die Behandlung zu verbessern.

Nervenzellen sind elektrisch aktiv

In unserem Gehirn leiten etwa 100 Milliarden Nervenzellen Informationen als elektrische Impulse weiter. Möglich macht dies das elektrische Potenzial, unterschiedliche Mengen geladener Teilchen in und außerhalb der Nervenzelle. Die Potenziale aller Nervenzellen zusammengenommen ergibt die elektrische Aktivität des Gehirns. Sie kann mit der Elektroenzephalographie gemessen und in Form von Hirnströmen aufgezeichnet werden.

Hirnströme messen

Dem Patienten werden kleine Metallplättchen (Elektroden) in regelmäßigen Abständen auf die Kopfhaut platziert. Meistens erhält er dazu eine Haube, in der die Elektroden bereits eingearbeitet sind. Gemessen werden die vom Gehirn erzeugten Spannungsunterschiede zwischen den Elektroden. Dabei fließt kein Strom vom Gerät zum Patienten.

Das EEG kann ambulant durchgeführt und beliebig oft wiederholt werden. Es ist auch bei Schwangeren und Kindern gut einsetzbar.  Bei einigen Patienten zeigen sich zunächst keine erkennbaren Veränderungen der Hirnströme im EEG. In solchen Fällen kann eine längere Messung, z. B. über 24 Stunden, oder die Anwendung bestimmter Reize erforderlich werden. Dazu gehören:

  • Schnelles Ein- und Ausatmen
  • Kurze, helle Lichtblitze
  • Schlafentzug

Veränderte Hirnströme bei TSC-bedingter Epilepsie

Charakteristische Muster für Zustände wie schlafen, träumen oder die normale Aktivität im wachen Zustand sind bei allen Menschen ähnlich. Bei von Tuberöser Sklerose Betroffenen gibt es aber Veränderungen der Hirnströme, die auf folgende Befunde hinweisen können:

  • Krampfneigung oder Krampfanfälle (Epilepsien)
  • Erhöhter Druck im Gehirn durch die Größenzunahme von Tumoren (SEGA)

Darüber hinaus können Veränderungen der Hirnströme auch durch andere Krankheiten verursacht werden. Dazu gehören:

  • Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis)
  • Stoffwechselbedingte Hirnerkrankungen

Bei Säuglingen und Kleinkindern mit Tuberöser Sklerose sind manchmal typische Wellenformen, die sogenannte Hypsarrhythmie, erkennbar. Häufig unterscheiden sich die Muster jedoch nicht von Epilepsien mit anderen Ursachen.

Vom EEG zur Behandlung

Das EEG spielt bei der Behandlung und Verlaufskontrolle von Epilepsie eine wichtige Rolle. Bei der Wahl der Behandlung müssen aber auch andere Faktoren wie bildgebende Verfahren, Begleiterkrankungen oder persönliche Umstände berücksichtigt werden.

Quellen:

http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Anatomie/Gehirn-Aufbau-und-Funktionen-9372.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.onmeda.de/arztbesuch/untersuchung_behandlung/eeg.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.neurologie.uni-goettingen.de/index.php/elektroenzephalographie-eeg.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/kopfschmerz/diagnose/untersuchungen/messung-der-hirnstromwellen_aid_7826.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.nzg.ch/eeg-elektroencephalographie.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.medizinfo.de/kopfundseele/epilepsie/eeg.shtml (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.kindernetzwerk.de/images/Krankheitsuebersichten/Krankheitsuebersichten-tuberoese-sklerose.pdf (zuletzt besucht am 17.11.2015)

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