Ein Service der Novartis Pharma GmbH.
Login für Fachkreise

Gehirn: Epilepsie

Epilepsie bei Tuberöser Sklerose

Funktionsstörung des Gehirns

Epilepsie beruht auf einer Funktionsstörung des Gehirns. Der Begriff bezeichnet eine Gruppe unterschiedlicher Erkrankungen, bei denen meist ohne erkennbaren Anlass Anfälle auftreten. Je nach Verlauf des Anfalls kann man verschiedene Formen unterscheiden: Fokale Anfälle beginnen in einem umschriebenen Bereich des Gehirns. Bei generalisierten Anfällen gibt es dagegen keine Hinweise darauf, dass der Beginn räumlich begrenzt ist.

Dementsprechend sind die Symptome sehr unterschiedlich: In einigen Fällen kommt es nur zu einem kurzen Dämmerzustand (Absence). Es können aber auch Zuckungen oder ein Erschlaffen der Extremitäten und des ganzen Körpers, Krämpfe oder sogar Bewusstlosigkeit auftreten.

Unterschiedliche Ursachen möglich

Abb. 1: Mögliche Veränderungen im Gehirn bei Tuberöser Sklerose.

Mit dem Auftreten von epileptischen Anfällen können gutartige Tumorknötchen der Hirnrinde bei Tuberöser Sklerose in Verbindung gebracht werden. Daneben gibt es weitere mögliche Ursachen, wie:

  • Entzündungen des Gehirns
  • Hirnblutungen
  • Verletzungen des Gehirns, z. B. durch einen Unfall
  • andere Hirntumoren
  • Fehlbildungen in der Hirnentwicklung
  • Durchblutungsstörungen, z. B. infolge eines Schlaganfalls

Verletzungen, Einschränkungen, Störungen: Folgen und Gefahren

Verletzungen

Betroffene können sich durch die Verkrampfung der Kiefermuskulatur z.B. auf die Zunge beißen. Zudem kann das Erschlaffen der Muskulatur zu einem Sturz und somit zu Platz- und Risswunden führen. Das Ausmaß der Verletzungen hängt davon ab, in welcher Situation der epileptische Anfall auftritt.

Alltag und Beruf

Epileptiker dürfen zu ihrer eigenen Sicherheit nur dann Auto fahren, wenn sie über einen gewissen Zeitraum hinweg keinen Anfall hatten. Zudem dürfen Berufe mit Absturzgefahr, wie Gerüstbauer, Dachdecker oder Schornsteinfeger nur nach mindestens fünfjähriger Anfallfreiheit ausgeübt werden.

Kognitive Störungen

Epilepsie kann zu sogenannten kognitiven Störungen führen. Dabei können die Konzentration, das Gedächtnis, die Sprache, das Lernen oder die Intelligenz beeinträchtigt sein.

Epilepsie bei Tuberöser Sklerose behandeln

Bei akutem epileptischen Anfall

Um bei einem akuten Anfall Verletzungen zu vermeiden, sollten Schutzmaßnahmen getroffen werden: Z.B. sollten gefährliche Gegenstände entfernt und mögliche Absturzkanten versperrt werden. Schwere akute Anfälle können durch Medikamente behandelt werden. Dauert ein Anfall aber länger an, sollte ein Notarzt gerufen werden.

Vorbeugung

Um einem epileptischen Anfall vorzubeugen, können antiepileptisch wirkende Medikamente eingesetzt werden. Durch einen chirurgischen Eingriff und das Entfernen von Hirnarealen, welche die Epilepsie auslösen, kann eine Abnahme der Anfälle oder sogar eine Anfallsfreiheit erreicht werden.

 

 

Unser Rat: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

 

In einem speziellen TSC-Zentrum können Sie von verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten profitieren: Dazu gehört das enge Teamwork zwischen Experten verschiedener medizinischer Fachrichtungen ebenso wie moderne Diagnose- und Behandlungsmethoden.

 

Quellen:

http://www.izepilepsie.de/home/showdoc,id,387,aid,2624.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.izepilepsie.de/home/showdoc,id,387,aid,3127.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.izepilepsie.de/home/index,id,410,selid,810,type,VAL_MEMO.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)
http://www.izepilepsie.de/home/showdoc,id,442,aid,2148.html (zuletzt besucht am 17.11.2015)

Diese Seite teilen:

Novartis Infoservice Tel.: 01802 – 232300 * Fax: 0911 – 27312160 E-Mail:  infoservice.novartis@novartis.com Unser Infoservice bietet kompetente Beratung und zuverlässige Informationen zu medizinisch-pharmazeutischen Themen.
* Service-Telefon (0,06 € pro Anruf aus dem deutschen Festnetz; max. 0,42 € pro Minute aus dem deutschen Mobilfunknetz) und Fax – wochentags von 8.00 bis 18.00 Uhr