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Gutartige Nierentumoren

Angiomyolipome: Beschwerden und Behandlung bei gutartigen Nierentumoren

Gutartige Tumoren der Nieren

Abb. 1: Angiomyolipom der Niere

Weltweit leiden mehr als zehn Millionen Menschen an einem Angiomyolipom der Niere. Etwa 10 bis 20 % der Fälle stehen im Zusammenhang mit Tuberöser Sklerose. Mit zunehmendem Lebensalter treten die Tumoren bei etwa 80 % der an Tuberöser Sklerose Erkrankten auf.

Beschwerden sind meist unspezifisch

In der Regel verursachen Angiomyolipome mit einem Durchmesser von weniger als 3 cm keine Beschwerden. Mit zunehmender Größe können aber Bauch- oder Rückenschmerzen auftreten. Manchmal leiden Betroffene auch unter Übelkeit oder Erbrechen. Diese Beschwerden sind jedoch unspezifisch. Das bedeutet: Sie können viele Ursachen haben. Deshalb werden sie zumeist zufällig bei Ultraschalluntersuchungen entdeckt.

Abb.2: Patient bei einer Ultraschalluntersuchung

Angiomyolipome können das Nierengewebe durchsetzen oder ummanteln, sodass die Nierenfunktion beeinträchtigt wird. Ab einer Tumorgröße von 3 bis 4 cm nimmt das Risiko für bedrohliche Komplikationen in Form von Nierenblutungen deutlich zu. Bei Erwachsenen mit einem Angiomyolipom treten zudem häufig Gefäßaussackungen im Bereich der Geschwulst auf, so genannte Aneurysmen. Diese können platzen und Blutungen auslösen.

Kleine Angiomyolipome: Beobachtung

Wenn keine Beschwerden auftreten, werden Tumoren mit weniger als 3 cm Durchmesser zumeist nur regelmäßig kontrolliert. Bei Menschen mit Tuberöser Sklerose finden die Untersuchungen engmaschiger statt, da der Tumor schneller wachsen kann. Das genaue Vorgehen hängt jedoch stark vom Einzelfall ab.  

Operation oder Katheter

Bei einer akuten Blutung der Niere muss sofort gehandelt werden: Bei einer Katheterembolisation können Blutgefäße, die den Tumor oder ein Aneurysma versorgen, von innen verschlossen. Ist dies nicht möglich, kann eine operative Entfernung des Angiomyolipoms sinnvoll sein. Dabei versuchen die Ärzte, die Niere möglichst zu erhalten. Es gibt jedoch Fälle, in denen die Niere so stark befallen ist, dass sie komplett entfernt werden muss.

Medikamentöse Behandlung

Mit sogenannten mTOR-Inhibitoren können Hirntumoren (SEGA) im Zusammenhang mit Tuberöser Sklerose behandelt werden. Darüber hinaus hemmen diese bei Angiomyolipomen Vorgänge im Inneren der Zellen, sodass sich diese nur verlangsamt teilen können. Sie hemmen auch die Versorgung mit Blut.

Quellen:

http://www.nature.com/ki/journal/v66/n3/pdf/4494695a.pdf (zuletzt besucht am 16.11.2015)
http://www.tsdev.org/deutsch/info-blaetter/fuer-betroffene/91,162,92001,verlinkung.html (zuletzt besucht am 16.11.2015)
http://www.urologielehrbuch.de/angiomyolipom.html (zuletzt besucht am 16.11.2015)
http://www.tsdev.org/deutsch/435/151/136/92001/design1.html (zuletzt besucht am 16.11.2015)
http://www.dgho.de/informationen/dokumente-der-arbeitskreise/arbeitskreis-drg-dokumentation-kodierung/FINALBA2_1310_Everolimus.pdf

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