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Nieren

Welche Veränderungen sind bei Nieren möglich?

Tumoren in den Nieren

Abb. 1 Tumor Niere

Bei Tuberöser Sklerose neigen Körperzellen dazu, sich häufiger zu teilen. Dadurch können an allen Organen gutartige Tumoren, sogenannte Hamartome, entstehen. Im Lauf der Erkrankung ist die Niere bei den meisten Patienten betroffen: Die Veränderungen reichen von Angiomyolipomen über Nierenzysten bis zu seltenen bösartigen Tumoren.

Angiomyolipome

Angiomyolipome treten bei etwa 80 % aller an Tuberöser Sklerose Erkrankter auf. Die gutartigen Tumoren verursachen in der Regel keine oder unspezifische Beschwerden. In manchen Fällen ist jedoch ein operativer Eingriff nötig.

Nierenzysten

Abb.2: Abbildung Ultraschall Niere mit Zyste

Nierenzysten sind blasenartige Hohlräume in oder an der Niere, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Sie sind meistens nicht behandlungsbedürftig. Wenn sie aber zu groß oder zahlreich werden, verursachen sie Beschwerden oder Komplikationen, wie:

  • Einblutung oder Platzen der Zysten
  • Schmerzen
  • Entzündungen der Zysten oder der Harnwege
  • Beeinträchtigte Nierenfunktion

Verursachen die Zysten z.B. aufgrund Ihrer Größe Schmerzen, kann die Flüssigkeit mit einer feinen Nadel abgezogen und die Zyste dadurch verkleinert werden. Bei Entzündungen erfolgt meist eine Therapie mit Antibiotika. Bei Einblutungen oder bei Zysten, die das Nierengewebe erheblich verdrängen, kann auch eine Operation erforderlich sein.

Bösartige Nierentumoren

Bei Tuberöser Sklerose weisen Körperzellen von Beginn an einen Fehler auf. Daher ist das Risiko erhöht, dass sich ein bösartiger Tumor, ein sogenanntes Nierenzellkarzinom, bildet. Wenn Tumoren das umgebende Gewebe zerstören oder Tochtergeschwulste bilden, bezeichnet man sie als bösartig.

Dennoch sind Nierenzellkarzinome bei Tuberöser Sklerose eher selten. Dabei kann es schwierig sein, einen bösartigen Nierentumor von einem gutartigen Angiomyolipom zu unterscheiden. Helfen Ultraschalluntersuchungen oder bildgebende Verfahren nicht weiter, kann eine Probe entnommen oder ein verdächtiger Tumor operativ entfernt werden. Danach muss man abwägen, ob eine operative Entfernung, Bestrahlung oder medikamentöse Behandlung erforderlich ist.

Quellen:

http://www.tsdev.de/deutsch/04.4-nieren/die-krankheit/151,136,92001,liste9.html (zuletzt besucht am 16.11.2015)
http://www.dr-gumpert.de/html/nierenzysten.html (zuletzt besucht am 16.11.2015)
http://www.tsdev.de/deutsch/437/151/136/92001/design1.html (zuletzt besucht am 16.11.2015)
http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/019_niere.pdf (zuletzt besucht am 07.09.2012)

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