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Symptome bei SEGA

SEGA: Beschreibung und Beschwerden

Hirntumoren und Tuberöse Sklerose

Subependymale Riesenzellastrozytome (SEGA)  sind Hirntumoren, die bei Tuberöser Sklerose (TSC) auftreten können. Sie entstehen typischerweise an der Wandauskleidung der Hirnkammern (Hohlräume) im Gehirn. Als größere Tumoren können sie zu Problemen führen.

Erweiterung der Hirnkammern

In den Hirnkammern (Ventrikeln) wird das Hirnwasser (Liquor) gebildet. Normalerweise fließt der Liquor in äußere Liquorräume z.B. zwischen der Gehirnoberfläche und dem Schädelknocken ab, sodass das Gehirn umspült ist. Dadurch ist das Gehirn gegenüber den Schädelwänden gepolstert.

Wenn der Abfluss des Hirnwassers durch einen Tumor wie den SEGA behindert wird, sammelt es sich in den Hirnkammer an und sie erweitern sich.  Diesen Zustand nennt man Hydrozephalus („Wasserkopf“). Da das Gehirn vom knöchernen Schädel umgeben ist, kann es sich nicht nach außen ausdehnen. Durch die erweiterten Hirnkammern nimmt der Druck auf das Hirngewebe zu.


Abb. 1: Ein großes SEGA verschließt den Liquorabfluss. Die Hirnkammern sind aufgeweitet.

Beschwerden durch SEGA

Der hohe Druck auf das Hirngewebe kann zu verschiedenen Beschwerden (Symptomen) führen:

  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen wie Gesichtsfeldausfälle, Minderung der Sehschärfe
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Krampfanfälle (epileptische Anfälle)
  • Bewusstseinsstörungen – in schweren Fällen bis hin zum Koma

Wird der Wasserkopf nicht behandelt, kann das Nervengewebe durch den Druck dauerhaft geschädigt werden. Bleibende Störungen entstehen.

Behandlung des Wasserkopfes (Hydrozephalus)

Die Behandlung besteht meistens in der operativen Entfernung des Tumors. Wenn eine operative Entfernung nicht möglich ist, wird zur Entlastung des Hirndrucks ein Shunt bzw. eine Ventrikeldrainage gelegt. Dies ist eine Verbindung aus den Hirnkammern entweder

  • nach außen in einen kleinen Auffangbehälter oder
  • in eine Körperhöhle, z. B. die Bauchhöhle oder den rechten Herzvorhof.

Der Liquor kann dann aus den Hirnkammern abfließen. Dadurch wird der Hirndruck vermindert.

Kleinere SEGA

Kleinere SEGA, die noch nicht zu einem Wasserkopf geführt haben, verursachen in der Regel keine Beschwerden. Sie werden oft in einer routinemäßigen bildgebenden Untersuchung (MRT oder CT) entdeckt. In Abhängigkeit vom Wachstumsverhalten und anderen Beschwerden im Zusammenhang mit Tuberöser Sklerose wird über die Notwendigkeit und Art der Therapie entschieden.

Quellen:

http://www.tsdev.org/deutsch/91/91/92001/9d0f5721db7279edfb02c80fcd89a6a8/download.html (zuletzt besucht am 16.11.2015)

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